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SCADA-System: Aufbau, Funktion und Abgrenzung

Von Industrial Automation Pro · Veröffentlicht 2026-07-31 · 8 Min. Lesezeit

SCADA steht für Supervisory Control and Data Acquisition – also Überwachung, Bedienung und Datenerfassung. Ein SCADA-System ist die Ebene oberhalb der Steuerungen: Es zeigt den Zustand einer Anlage, meldet Störungen, zeichnet Verläufe auf und erlaubt Eingriffe durch das Betriebspersonal.

Die eigentliche Regelung übernimmt weiterhin die SPS vor Ort. SCADA überwacht und bedient – es steuert nicht in Echtzeit.

Bestandteile eines SCADA-Systems

KomponenteAufgabe
FeldebeneSensoren und Aktoren, angebunden an SPS oder Fernwirkstationen (RTU)
KommunikationPROFINET, Modbus, OPC UA, bei weiträumigen Anlagen auch Mobilfunk
SCADA-ServerSammelt Daten, verwaltet Alarme, führt die Datenbank
VisualisierungAnlagenbilder, Trends und Bedienelemente für das Personal
Archiv (Historian)Speichert Messwerte über Jahre für Analyse und Nachweis

Was ein gutes System auszeichnet

SCADA, SPS oder Prozessleitsystem?

Die drei Begriffe werden oft vermischt:

Als Faustregel gilt: SCADA ist typischerweise räumlich verteilt und nachträglich auf bestehende Steuerungen aufgesetzt; ein DCS wird von Anfang an als Einheit geplant.

Sicherheit ist keine Nebensache

SCADA-Systeme steuern kritische Infrastruktur – Wasserversorgung, Energie, Verkehr. Genau das macht sie zum Angriffsziel. Wesentliche Maßnahmen:

Grundlagen zur darunterliegenden Ebene finden Sie im Beitrag zur Automatisierungstechnik.

Häufige Fragen

Was ist ein SCADA-System?

Ein System zur Überwachung, Bedienung und Datenerfassung oberhalb der Steuerungsebene. Es visualisiert den Anlagenzustand, verwaltet Alarme, archiviert Messwerte und erlaubt dem Personal Eingriffe.

Was ist der Unterschied zwischen SCADA und SPS?

Die SPS steuert die Maschine in Echtzeit direkt vor Ort. SCADA liegt darüber und dient der Überwachung, Bedienung und Datenaufzeichnung – oft über viele Anlagen oder Standorte hinweg.

Was bedeutet die Abkürzung SCADA?

Supervisory Control and Data Acquisition, also übergeordnete Steuerung und Datenerfassung.

Wo werden SCADA-Systeme eingesetzt?

Vor allem dort, wo Anlagen räumlich verteilt sind: Wasser- und Abwasserwirtschaft, Energieversorgung, Pipelines, Verkehrstechnik sowie in großen Produktionsbetrieben.

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